Der Judokampf wird auf einer speziellen Matte ausgetragen und von einem Hauptkampfrichter sowie zwei Seitenkampfrichtern geleitet. Ziel ist es, den Partner auf den Rücken zu werfen, ihn am Boden festzuhalten, den Arm am Ellenbodengelenk zu hebeln oder den Gegner abzuwürgen, und so einen Ippon zu erreichen. Wenn im Bodenkampf zu wenig Aktivität stattfindet, so wird der Kampf unterbrochen und im Stand fortgesetzt.
Ein Kampf endet sobald einer der Kämpfer einen vollen Punkt (Ippon) erzielt hat. Hat nach fünf Minuten keiner der Kämpfer einen Ippon erreicht, so wird die Kampfzeit um weitere fünf Minuten verlängert (Golden-Score). In dieser Zeit gewinnt der Kämpfer, der als erstes eine Wertung erreicht. Sollte es auch nach zehn Minuten immer noch unentschieden stehen, so entscheiden die Kampfrichter per Mehrheitsentscheid, welcher Kämpfer der Bessere war und erklären diesen zum Sieger des Kampfes.
Im Judo können sowohl im Stand als auch im Boden Wertungen erzielt werden. Strafen werden dem Gegner als positive Wertung gutgeschrieben:
Wird der Gegner auf die Körpervorderseite, sein/e Knie, Hand/Hände oder Ellenbogen geworfen, so wird diese Aktion nur als Vorteil (Kinsa) gewertet. Dies ist nur bei einem Kampfrichterentscheid wichtig, falls auch nach der Kampfzeit kein Sieger gefunden wurde. Eine zählbare Wertung gibt es jedoch nicht. Ebenso wird ein Haltegriff bis zu 9 sec. gewertet.
Wertungen addieren sich nicht (1 Waza-ari siegt über 20 Yuko).
Ausnahmen: 2 Waza-ari = Ippon.
Die am häufigsten auftretenden Bestrafungen (Shido):
Die Kampfregeln vom Schweizerischen Judo und Ju-Jitsu Verband können hier angesehen werden: